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Kunsttipp in Palma de Mallorca

Oktober 26, 2017 0 comments

Sonntag. Wolken am Himmel. Das schreit nach einem Museumsbesuch. Und da ich ja jetzt auch Teil dieser Gruppe bin, schaue ich mir heute mal an, was die Konkurrenz so treibt.

Das Es Baluard ist eins der größten Museen in Palma. Die Lage, mit Blick über den Hafen, ein Traum. Auf der Terrasse draußen sitzt es sich super nett und der Rundgang über die alten Mauern ist gerade für Kinder, ein zusätzliches Plus.

Heute mal ein wenig bewölkt, der Blick von Es Baluards Terrasse

 

Ich schlüpfe in das Besucherkostüm

ich fühle mich ein wenig wie „incognito“ – bin zwar normale Besucherin, aber mein Besuch fühlt sich wie Spionage an. Wie verhält sich der Mann an der Info, wie gut werde ich beraten, wie sind die Schilder angebracht, welche Sprachen…mein Auge übersieht nix.

Der Eintritt ist auf jeden Fall human, 6 Euro für die gesamte Ausstellung, inklusive Sonderausstellung. Die möchte ich mir anschauen, denn es ist der letzte Tag. Es geht um das Thema Urlaub. Wie wirkt es sich auf Städte, Orte, Inseln etc. aus – wann ist es zuviel? Ein aktuelles Thema für Mallorca.

Lauschen, schauen, blättern…

Viele Videos laufen, kleine Filme, Dinge zum Anhören, umblättern, schauen. Keine Bleiwüsten mit kleiner Schrift zum Durchlesen, dafür aber auch wenig Einführung und Hintergrund. Ich belausche ein deutsches Paar: „Was soll das hier alles?“ Auch wenn ich das häufige Gekrittel meiner Landsleute inzwischen anstrengend finde, ein bisschen Recht muss ich ihnen geben. L´art pour l´art kann man natürlich immer walten lassen, aber ein wenig Bezug und Einbettung finde ich auch hilfreich. Trotzdem, den Videos zur Massifizierung in Venedig lausche ich andächtig, der Veränderung von Mallorcas Stränden in den ausgelegten Bildbänden folge ich gespannt.

Die Museumsmitarbeiter sind freundlich, das übliche „Rucksack bitte nach vorne nehmen“ müssen sie wohl sagen, aber sie bleiben charmant. In einigen Berliner Museen herrscht ein rauerer Ton. Ein Mitarbeiter weist mich sogar auf den Tag mit freiem Eintritt hin (freitag, theoretisch – siehe unten), weil ich wohl den Eindruck mache, noch mehr sehen zu wollen. Auch das sind sympathische Details.

In den oberen Stockwerken sind die Dauerausstellungen. Viel Miró, einiges von Miquel Barceló, dem bekannten mallorquinischen Künstler. Seine Bilder sind mein Ding.

Ein wenig bukolische Landschaften, klassisches, Skulpturen mit Lichteffekten…viel Zeit habe ich heute nicht für die zeitgenössischen Sachen. Auch den Rundgang oben muss ich verschieben. Aber die Architektur innen ist raffiniert, die Räume sind groß und hell und donnerstags gibt es sogar Gratisführungen um jeweils 13.00 Uhr, eine gesonderte Anmeldung ist nicht notwendig. Vorbeischauen, hallo sagen, und sich herumführen lassen. Mindestanzahl von Personen: Eine. Maximum: Zehn. Ich merke mir den nächsten Donnerstag vor, an dem ich wieder in mein Spionagekostüm schlüpfe, oder anders ausgedrückt, mich inspirieren lasse…

Im Museumsshop kann man, wie bei fast jedem größeren Museum, nach herzenslust nette Dinge kaufen. Witzige Stifte, schöne Karten, Spiele, …

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Samstag 10.00 bis 20.00 Uhr
Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr

Montags: geschlossen
Tickets können bis 15 Minuten vor Schluss gekauft werden.
Geschlossen am 25. Dezember und 1. Januar

Kontakt: T. (+34) 971 908 200

Preise: Hier hat sich das Museum ein paar wirklich nette Ideen einfallen lassen. Wer mit dem Fahrrad kommt, zahlt nur zwei Euro. Freitags gibt man soviel, wie man denkt (“Tu decideixes” (Du entscheidest) Angefangen von zehn Cent bis…das überlässt man den Besuchern.

Individuelle Führungen: donnerstags um 13.00 Uhr. Mindestzahl 1. Max. 10

So kommt man hin:

Plaza Porta de Santa Catalina 10, Palma 07012

Busse: Buses – 1, 2, 3, 5, 7, 20, 46, 50

Karte (Link hinterlegt)

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