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Mehrere Gänge runterschalten

Mai 17, 2016 0 comments

Es ist Pfingsten und in Deutschland haben alle heute am Pfingstmontag frei. Spanien ist ein katholisches Land. Dachte ich bisher immer. Je länger ich hier lebe, desto mehr beschleicht mich das Gefühl, dass die Deutschen bei den Feiertagen lauter „hier“ gerufen haben. Also beschließe ich, mir selbst einen freien Montag zu schenken. Ich stöbere etwas auf meiner Radfahrkarte, schaue, welche Ecken ich noch wenig kenne und wohin mich der Zug mit dem Rad gut bringt.

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Die Ecke um Binissalem im mittleren Westen sieht gut aus. Die eingezeichneten Wege sind grün, was fahrradfreundlich heißt. Ich fahre mit dem Zug bis Binissalem, das Rad reist gratis mit. Die ruhigen Wege finde ich ziemlich einfach durch die Holzschilder. Es ist fantastisch. Keine Autos, gurrende Tauben, bunte Felder – die Orangenbäume blühen stellenweise noch, es duftet danach. Ich habe keine Eile, fahre gemütlich, halte an, knipse, genieße. Es geht angenehm leicht bergauf und bergab. Die Berge von Alaró im Hintergrund.

 

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IMG_20160516_114927Nach Lloseta, Biniamar und weiter nach Mancor de la Vall. Dann Selva, Caimari und hier komme ich kurz in Versuchung, als ich das Schild Richtung Kloster Lluc sehe. Ich frage zwei Typen im Café: „Wie ist die Strecke bis Lluc? Anstrengend?“ Das sei „pura subida“ ab hier, sagen die beiden klar heraus. Also hoch, hoch, hoch. Ein andermal also. Ich biege Richtung Campanet ab, es bleibt angenehm ruhig und hügelig.

Der Rückweg kann über den alten Weg nach Inca gehen oder über Moscari, Selva und dann nach Inca. Ein wenig Luxus darf es am Ende der Tour sein: Ich statte dem Outlet Schuhcenter in Inca einen Besuch ab. Es schüttet plötzlich in Strömen, was mich nicht weiter stört, während ich in aller Seelenruhe ein Paar Schuhe nach dem anderen anprobiere.

Lluc habe ich aber auf meiner Liste und freue mich schon auf die nächste Tour.

Karte

Die Strecke ist relativ einfach, der Straßenbelag ist gut und rennradtauglich. Teilabschnitte sind auch für Familien mit Kindern geeignet. Wasser oder kleine Kneipen für ein leckeres pamboli unterwegs oder ein kühles Bier gibt es in jeder Ortschaft, die Entfernungen zwischen den Orten sind gering.

 

 

 

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