AlltagsperlenMorgens um halb zehn in Palma

Verdammte Eva!

September 9, 2016 0 comments

Wer möchte nicht morgens um halb sechs, wenn es draußen zaghaft dämmert und der Tag allmählich erwacht, von einem deftigen „Eva, coño ! “ geweckt werden? Ich verrate euch mal was. Ich nicht. Aber danach fragt ja keiner, meine Nachbarin von gegenüber schon mal dreimal nicht. Weswegen sie auch jeden Morgen, pünktlich vor sechs Uhr, der kleinen Eva mit nicht jugendfreien Schimpfwörtern in den Tag hilft. Eva hat aber auch ein penetrantes Organ. Rhythmisch kläfft sie sich durch die Dunkelheit.  Kläfft und kläfft und kläfft, hält inne, und kläfft zaghaft weiter. Verlässlich folgt dann das wütende Kosewort des Frauchens, die sich wohl im Zimmer nebenan befindet. Interessanterweise verstummt Eva tagsüber und ist ganz stubenrein und handzahm. Kein Laut von ihr zwischen 7 und 5 Uhr morgens. Ihre magische Stunde hat sie in der Dämmerung und die lässt sie sich nicht nehmen. Auch nicht von ihrem liebevollen Frauchen. Der Erfolg des morgendlichen Anpöbelns hält sich nämlich sehr in Grenzen. Man könnte auch sagen, er ist nicht-existent, denn Klein-Eva schert es gar nicht, wüst und in kräftigem Spanisch beschimpft zu werden. Für alle, die des spanischen Fluchens nicht ganz mächtig sind. Cono heißt so viel wie „Scheiße“, Verdammt“, wer es ganz genau nehmen möchte, schaut es im Wörterbuch nach und findet dort den Begriff Fot…

So sehr mich Klein-Eva in der morgendlichen Dämmerung nervt, das hat sie dann doch nicht verdient. Und Frauchen scheint nicht zu merken, dass ihr durch Mark- und Bein dringendes Gekeife zur frühen Stunde noch viel unerträglicher ist als Evas rhythmisches Kläffen. Vielleicht wären wir alle fröhlicher, wenn Eva ein paar Streicheleinheiten und ein Leckerli bei Ruhe erhalten könnte. Coño nochmal!

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